Du verstehst zu lieben, sagte der alte Mann,
und das Mädchen errötete.
Auch Liebe ist Arbeit –
und gute Arbeit, glaub mir, tut gut.
Unter dir kann ein Mann seine Beine ausstrecken
und in den Himmel schauen und all jene Frauen vergessen,
die jetzt da oben in den Flugzeugen sitzen. Ihnen ist
auch auf Erden nicht zu helfen, aber lassen wir das.
Laß uns weiterarbeiten. Laß uns werden, was wir sind,
du eine Frau, ich das Beste, was einer in meinem Alter
sein kann, ein Mann und ein Kind.

»Kritiker, die Schwierigkeiten hatten, Wondratscheks außerordentliche Resonanz zu erklären, belegten ihn mit Begriffen wie: Provokateur, Poseur, Rockpoet; Jeans-Cowboy im Muff der Männer-Mythen; Protestler Münchner Provenienz mit einem Beatnik-Herzen und einem Road-Movie-Hirn; Provo alter Schule und Neo-Macho; Suff- und Drogen-Poet; Subkultur-Scheißer und – als allerschlimmste Beleidigung – Erfolgslyriker. Nun – falls das alles zuträfe, so schlimm wäre es ja nicht.« Georg Hensel



 
Pressestimmen

Nun sind aber die Gedichte nicht schlecht. Sie sind sogar gut. Es sind ganz schnörkellose, oft leise, meist traurige, gelegentlich bitter-komische Spruchweisheit ...

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Tabori in Fuschl
 
 
Wondratschek, Wolf
Tabori in Fuschl
Kleine Zyklen. Tabori in Fuschl. Das Mädchen und der Messerwerfer. Orpheus in der Sonne. Abschiedsstücke
Gedichte
96 Seiten

ISBN 978-3-423-13458-3
Euro 7,50 € [D]
7,80 € [A] sFr 11,90 €